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Recherche und Information-Retrival

Nicht nur für die eigene Seminararbeit ist es sinnvoll, gezielt nach Informationen im Internet, in Bibliotheken und an anderen Orten forschen zu können. Aus diesem Grund stelle ich auf dieser Seite Grundlagen und weiterführende links zum Thema Suchstrategien zusammen. Wie vieles im Leben ist auch effizientes (d.h. mit einem guten Verhältnis der Ergebnisse zu den eingesetzten Mitteln) Information-Retrieval eine Frage der Übung. Derart investierte Zeit rechnet sich i.d.R. bereits bei der ersten komplizierteren Suchaufgabe.

Suchen im Netz

1. Fragen formulieren

Fragen helfen hauptsächlich, sich nicht allzu leicht auf Irrwege ablenken zu lassen, aus denen das WWW besteht. Sonst sind wieder schnell ein, zwei Stunden verstrichen, ohne Ergebnis. Fravia bietet ein Formular an, das die Suche vorbereiten hilft.

2. Suchstrategie entwerfen

Suchmaschine auswählen. Internet intern gibt eine kurze Einführung in Suchmaschinen-typen. Yahoo listet Artikel, die beim Vergleich helfen. Wolfgang Kurth bewertet deutschsprachige Suchmaschinen.

Je nach Breite der Suche empfiehlt sich eine Metasuche (z.B. Metager), eine Volltextsuche (z.B. Altavista), ein Katalog (z.B. Yahoo) oder ein Besprechungsdienst (z.B. Magellan).

Google sucht Seiten, auf die viele links zeigen.

Fravia gibt wertvolle Suchtips für Anfänger, Fortgeschrittene und Experten.

Ist es eventuell besser, in Newsgroups oder im IRC zu fragen? Wurde dort schon gefragt? Dejanews archiviert Newsgroups.

askjeeves versucht, Fragen zu beantworten, die als ganze Sätze formuliert sind.

Gibt es eine spezialisierte Suchmaschine ? Die Seite klug-suchen hilft, geeignete Suchmaschinen zu finden.

Gibt es eine FAQ? Viele Fragen wurden schon einmal gestellt und von engagierten Menschen zu einer Sammlung von Frequently Asked Questions zusammengestellt. Bei FAQ.org kann man nach FAQs und Newsgroups suchen.

Gibt es bereits kommentiere Bookmarks zum Thema? Oft wurden Fragen zum eigenen Thema schon von jemand anderem systematisch erkundet und als (kommentierte) Bookmark-Liste ins Netz gestellt. Nicht selten wird diese Seite sogar gepflegt, d.h. überprüft, ob die links noch stimmen, aktualisiert etc. Eine solche Seite kann viele Such-Stunden wert sein. (z.B. meine Info-Seite mit links zu Nachrichtendiensten)

Gibt es einen Web-Ring? Zu nahezu jedem Thema gibt es einen kleinen oder großen Kreis an Interessierten. Fan-Seiten schließen sich gerne zu Ringen zusammen, in denen wechselseitig, reihum verwiesen wird. Auch gibt es ein Liste aller Teilnehmer. Hat man einen, hat man alle.

Bei der Such-fibel gibt es nützliche Hinweise zum Aufstellen einer Suchstrategie.

CUSI listet verschiedene Suchmaschinen auf und besticht durch übersichtliches Design.

Vielleicht gibt es eine spezielle Datenbank zum Thema. Telefonnummern, Zugfahrpläne, Stadtpläne etc. sind alle speziell archiviert.

3. Suchen

Nicht länger als eine Stunde, nicht kürzer als 30 Minuten.

Zielgerichtet suchen und nicht die zahlreichen Ablenkungen verfolgen.

Die Eigenarten der Lieblingssuchmaschine einsetzen (beispielsweise von Altavista).

Jedes Suchergebnis protokollieren, am besten in einer html-Datei. Häufig sichern um abstürzen vorzubeugen. Undokumentierte Links sind später wenig wert.

In mehreren Fenstern suchen, das spart Wartezeit. Pro Suchstrang ein neues Fenster öffnen und im Anschluß wieder schließen.

Guten Bookmarks zuerst folgen.

4. Auswerten

Bookmark-Liste gegebenenfalls detaillierter kommentieren.

schlechte Links entfernen oder entsprechend markieren.

Bookmarks ins Netz stellen, dann sind sie überall verfügbar und nicht an den eigenen Rechner gebunden.

Literatur-Recherche

Bücher, Artikel und Aufsätze zu finden ist wie die Netz-Recherche eine Frage der Übung.

OPAC

Der erste Weg ist der in die Bibliothek. Den Opac gibt es auch online.

Citation Index

Im CI werden alle Artikel ausgewählter Zeitschriften nach Schlüsselwörtern indiziert und in einer Datenbank aufgenommen, die viermal jährlich auf CD aktualisiert wird und ein Vermögen kostet. So lassen sich unkompliziert wissenschaftliche Artikel finden, welche in einer der Zeitschriften publiziert wurde. CIs gibt es für Naturwissenschaften, für Geistes- und für Sozialwissenschaften. In der HU-Bibliothek und in der Staatsbibliothek werden regelmäßig Kurse zum Umgang mit dieser Datenbank angeboten. Sie dauern eine Stunde und sind unbedingt zu empfehlen.

Bibliographien

Hat man erst einmal einen Artikel gefunden, führt die Bibliographie häufig zu weiteren Artikeln. Im Citation Index kann man übrigens auch die Bibliographie durchsuchen. Auch Bücher zum Thema können nützliche Verweise enthalten.

Präsenzbibliothek

Der Vorteil realer (im Gegensatz zu virtuellen) Bibliotheken liegt darin, daß in der Nähe eines interessanten Buches häufig andere interessante Bücher stehen.

Vorwissen

Manchmal hat man vielleicht schon in einem Buch aufgrund eines anderen Zusammenhangs einen Hinweis gelesen, Ein guter Teil der universitären Ausbildung besteht im Aufbau eines solchen Expertenwissens.

Freunde und Bekannte

Fehlendes eigenes Wissen läßt sich durch gezielte Fragen kompensieren.Freunde und Bekannte können viel Zeit sparen helfen.

Zeitungsarchiv

Tages-Zeitungen und Zeitschriften werden im Zeitungsarchiv gesammelt und auf Mikrofiche gespeichert.

Zufall

Manchmal suchte man nach etwas ganz anderem.

Persönlicher Kontakt

Dirk Blothner hat ein Buch über Spielfilme und Hollywood geschrieben. Auf persönliche Anfrage per Telefon (Tel.-Nummer im Internet recherchiert) schickte er bereitwillig seinen 1992 veröffentlichten Artikel über T2. Werner Faulstich hat leider keinen Artikel veröffentlicht, wie er per mail (Adresse aus dem Internet) mitteilte:

To: Jochen Koubek <jochen.koubek@rz.hu-berlin.de>

From: "Prof. Dr. Werner Faulstich" <faulstic@mail.rz.uni-lueneburg.de>

Subject: Re: Anfrage nach Veroeffentlichung

 

Sehr geehrter Herr Koubek,

nein, habe ich noch nicht. Aber ich schätze beide Teile, besonders Teil II

sehr. Dramaturgisch steckt in Terminator II sehr viel mehr, als viele

Kritiker wahrhaben wollen. Ich denke, eine Analyse lohnt sich!

Mit freundlichen Grüßen

W. Faulstich

 

Wissenschaftler sind immer froh, wenn man sie nach Veröffentlichungen fragt, immerhin leben sie davon.

Internet

 s.o.

Letzte Änderung: 08.05.2000