Christian Dahme WS2008/09
Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Informatik
Informatik in Bildung und Gesellschaft

I&G

Halbkurs

»Konzepte für die frühen Phasen der Softwareentwicklung«

 

Der Halbkurs findet dienstags und donnerstags von 15.15 - 16.45

im Raum 0.313

im Erwin Schrödinger-Zentrum statt.

Beginn: 14. Oktober 2008

Im Halbkurs werden u.a. folgende Fragen angeschnitten:

Welche Probleme treten insbesondere in den frühen Phasen auf ?

Die Qualität der Softwarentwicklung ist oft unzureichend.Hier werden folgende Thesen vertreten:

1. These:
Viele Probleme der Softwarentwicklung liegen in der Konzeptbildung, die zuwenig methodisch kontrolliert abläuft!

2. These:
Viele Probleme der Softwarentwicklung entstehen aus den kulturellen Unterschieden der Beteiligten (insb. zwischen Anwender und Entwickler)

Wie kommt man von der Realität/den Wünschen der Anwender zur Software ?

Wie entsteht brauchbare Software?

Welche Interpretationen von Software sind vorstellbar ?

Was läßt sich in Software übertragen ?

In diesem HK steht die erste These im Mittelpunkt, während die 2. im HK "Kooperatives Prototyping" betrachtet wird.


Auf folgende Fragen wird in diesem HK u.a. eingegangen:


Welche Herangehensweisen an die Konzeptbildung sind bekannt ?

Welche werden in der Praxis bevorzugt ?

Wie kommt man zu einem Konzept, welches die Grundlage für die Transformation von der realen Situation zu brauchbarer Software bildet ?

Inwieweit kann man die Konzeptbildung methodisch kontrollieren ?


Welche Anteile einer Tätigkeit haben die Potenz zur Automatisierung ?

Welche Anteile einer Tätigkeit lassen sich in Software transformieren ?


Setzt die Gestaltung von Software ein Modell voraus ?

Modelle wovon, zu welchem Zweck ?

Was sollen sie beschreiben ?

Sind wir uns eines Modells bei der Konstruktion/Gestaltung von Software immer bewußt ?


These:

Jeder Softwareentwicklung liegt ein Modell zugrunde, unabhängig davon, ob man dieses bewußt gebildet hat oder sich dessen gar nicht bewußt ist.


Wie kommt man zu einem geeigneten Modell als Grundlage für die Softwareentwicklung ?

Wenn wir ein Modell bewußt bilden, welche erkenntnistheoretische Position liegt der Modellbildung zugrunde ?

Aus welcher wissenschaftlichen/erkenntnistheoretischen Position (heraus) reflektieren wir Wirklichkeit als Grundlage für die Gestaltung (Design) von Software und ihrer Integration in den Anwendungszusammenhang?

Folgende Positionen werden u.a. betrachtet:

- semiotische
- konstruktivistische
- rationalistische
- tätigkeitstheoretische
- systemtheoretische
- formal logische /mathematisch logische
- kommunikative
- evolutionistische

um nur einige, jedoch wesentliche zu nennen.

 

 


Adresse:

PD Dr. habil. Christian Dahme
Institut für Informatik
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
D-10099 Berlin
 

Gültig bis Dezember 2009Zensur ist selbstverschuldete Unmündigkeit!Letzte Änderung September 2008